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Gladbach schielt in Richtung Champions League

17.03.2013, 21:10 Uhr | sid

Mönchengladbachs Havard Nordtveit (re.) und Sergio da Silva Pinto versuchen an den Ball zu kommen. (Quelle: dpa)

Mönchengladbachs Havard Nordtveit (re.) und Sergio da Silva Pinto versuchen an den Ball zu kommen. (Quelle: dpa)

Luuk de Jong umarmte alle Mitspieler, zufrieden stolzierte er anschließend vom Platz. Der niederländische Angreifer hatte Borussia Mönchengladbach zum 1:0 (1:0) gegen Hannover 96 geschossen - die Borussen sind zwar immer nur noch Siebter, haben plötzlich aber sogar die Champions League im Visier. Lediglich ein Punkt trennt den fünfmaligen Meister vom vierten Platz, der in die Qualifikation zur Königsklasse führt.

De Jong hat mit diesen Play-off-Spielen noch eine Rechnung offen: Zu Saisonbeginn unterlief dem 12-Millionen-Euro-Mann, dem teuersten Einkauf der Vereinsgeschichte, ein fatales Eigentor gegen Dynamo Kiew. Gladbach schaffte es "nur" in die Europa League. Damit wären sie diesmal wohl zufrieden, denn im kleinen Europacup hat der Traditionsklub in dieser Saison rauschende Feste gefeiert.

"Süßen Nektar schlecken"

"Wir werden nicht übertrieben träumen. Der Spieltag lief wirklich super für uns, aber es ist ein ganz, ganz langer Weg", sagte Manager Max Eberl. "Dass wir wieder dran sind, ist schön. Wir durften vom Europacup kosten und möchten gerne weiter diesen süßen Nektar schlecken."

Die auswärts wieder einmal harmlosen Niedersachsen rutschten dagegen ins Niemandsland der Tabelle ab. Zudem sah Sergio da Silva Pinto in der 86. Minute wegen einer höhnischen Geste gegenüber Schiedsrichter Manuel Gräfe die Gelb-Rote Karte.

De Jong mit fünftem Saisontor

De Jong erzielte in der 36. Minute sein fünftes Saisontor für die Borussia. Die Gäste aus Hannover bleiben das schwächste Auswärtsteam der Liga. "Wir sind sehr enttäuscht", sagte 96-Torhüter Ron-Robert Zieler, "wir wollten unbedingt etwas holen."

Die 46.173 Zuschauer im Borussia-Park sahen eine muntere erste Halbzeit mit klaren Feldvorteilen für die Gladbacher. Hannover agierte nur zu Beginn auf Augenhöhe und überließ den Gastgebern immer mehr das Geschehen. Nutzen konnte der fünfmalige Meister den Raum aber nur selten: Erst in der neunten Minute wurde es gefährlich, als de Jong einen langen Pass von Juan Arango nicht unter Kontrolle bekam und 96-Kapitän Christian Schulz in höchster Not klärte.

Hannover zu lange harmlos

Die Borussia blieb die bestimmende Mannschaft und kam besonders mit Arango und Oscar Wendt über links immer wieder gefährlich vor das Tor. Wie schon in den vergangenen Wochen fehlte aber die letzte Konsequenz im Abschluss. Das galt sowohl für den Venezolaner Arango, der nach einem Fehlpass von Didier Ya Konan aus 20 Metern über das Tor schoss (15.), als auch für de Jong. Der von Patrick Herrmann glänzend freigespielte Niederländer scheiterte an Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler (20.).

Hannover blieb lange Zeit harmlos, leistete sich unnötige Ballverluste und ließ in der Vorwärtsbewegung Ideen vermissen. Ganz anders Gladbach: Amin Younes (24.), der in die Startelf zurückgekehrte Thorben Marx aus 18 Metern (27.) und Martin Stranzl nach einer Ecke (28.) hatten weitere Gelegenheiten. Doch erst de Jong konnte Zieler nach erneut glänzender Vorarbeit von Herrmann aus acht Metern überwinden.

Gladbach lauerte auf Konter

Eine Minute vor der Pause traf 96-Profi Sebastien Pocognoli mit einem Fernschuss die Querlatte. Nach der Pause stand Hannover deutlich höher und hatte mehr Ballbesitz, blieb aber ohne Durchschlagskraft. Gladbach lauerte geduldig und konterte auch ohne den verletzt in der Kabine gebliebenen Arango im eigenen Stadion. Der starke Herrmann schoss nach einem Steilpass von Younes jedoch knapp am linken Pfosten vorbei (55.).

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 (Quelle: abc)