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Borussia Dortmund löst das Finalticket

01.05.2013, 00:36 Uhr | FUSSBALL.DE

Dortmunds Robert Lewandowski (li.) im Kopfballduell mit Sergio Ramos und Xabi Alonso (re.). (Quelle: dpa)

Dortmunds Robert Lewandowski (li.) im Kopfballduell mit Sergio Ramos und Xabi Alonso (re.). (Quelle: dpa)

Aus Madrid berichtet Patrick Brandenburg

Satte fünf Minuten Nachspielzeit zeigte der Vierte Offizielle an, 0:2 (0:0) lag Borussia Dortmund bei Real Madrid hinten. 300 Sekunden mussten die Dortmunder in einer dramatischen Schlussphase noch zittern. Dann endlich stand fest, dass der BVB dank des 4:1 im Hinspiel als erste Mannschaft ins Finale der Champions League einzieht, das am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion stattfindet. Real reichten die späten Treffer von Karim Benzema (83.) und Sergio Ramos (88.) nicht mehr. Heute abend kann Bayern München nachziehen, die Bayern gehen mit einem 4:0-Vorsprung ins Rückspiel beim FC Barcelona.

Im Estadio Santiago Bernabeu wurde von der ersten Sekunde an wurde klar, wohin die Partie laufen würde: wie erwartet zum Dortmunder Tor. Erste Minute, erste Ecke Real, insgesamt vier Eckstöße in den ersten acht Minuten. Die Gastgeber, bei denen Sami Khedira nur auf der Bank saß, schlugen vor 80.000 Fans ein höllisches Tempo an - und kamen fast minütlich zu Chancen. In der vierten Minute etwa parierte Roman Weidenfeller gegen den frei vor ihm auftauchenden Gonzalo Higuain, später ganz stark gegen Cristiano Ronaldo (13.). Kurz darauf hatte der BVB Glück, dass Mesut Özil eine Riesenchance neben das Tor setzte.

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Götze muss früh raus

Und Dortmund? Konnte zunächst nur reagieren, den einzigen Torschuss in der Anfangsphase gab Robert Lewandowski per Direktabnahme ab (13.). Zudem musste Mario Götze mit einem Muskelfaserriss früh raus, für ihn kam Kevin Großkreutz.

Dass es nach einer Viertelstunde noch 0:0 stand, hatten die Gäste vor allem einer großen Portion Glück zu verdanken. Die Frage lautete: Wie lange kann Real das unglaubliche Tempo gehen? Die Antwort: gut 20 Minuten. Rasant - und in den Zweikämpfen teils hart am Rande und auch jenseits des Erlaubten - blieb es trotzdem, allerdings hatte Dortmund die Sache nun besser im Griff. Madrid erspielte sich kaum noch Chancen, stattdessen ergaben sich immer öfter Räume, die der BVB zunächst jedoch nicht nutzte. Zumindest hielt man aber bis zur Pause die exzellente Ausgangsposition und damit voll Kurs Richtung London.

Lewandowski an die Unterkante der Latte

Die zweite Hälfte begann wie die erste: Sofort gab es eine Ecke für Real. Eine weitere Drangphase blieb aber aus, stattdessen kam Dortmund in der 50. Minute zu einer Großchance: Lewandowski donnerte den Ball nach einem schönen Konter an die Unterkante der Latte.

Der Bundesligist rückte Minute für Minute näher heran an Wembley, auf der anderen Seite lockerte Madrid mit jeder Zeigerumdrehung die Defensive ein wenig mehr. Trainer José Mourinho brachte Kaka und Karim Bernzema für Fabio Coentrao und Higuain, um für noch mehr Druck zu sorgen. Drei Mal hatten die Königlichen in ihrer ruhmreichen Europacup-Geschichte schon drei oder mehr Tore aufgeholt, aber diesmal deutete nichts mehr auf ein neues Wunder hin. Real rackerte, Real versuchte alles, agierte aber zunehmend kopflos. Die letzten Hoffnungen der Spanier hätte Ilkay Gündogan pulverisieren können, scheiterte aber aus drei Metern an Torwart Diego Lopez (62.).

So sahen sich die Dortmunder einer Schlussoffensive der Madrilenen gegenüber, die nun ausnahmslos im und um den Strafraum der Schwarz-Gelben spielten. Es war Benzema, der mit seinem Tor in der 83. Minute die Spannung zurückbrachte. Ramos trieb sie in der 88. Minute auf den Siedepunkt.



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 (Quelle: abc)
 (Quelle: DFB)