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Bayern macht nach der Pause alles klar

11.04.2013, 00:48 Uhr | sid, FUSSBALL.DE

Mario Mandzukic vom FC Bayern.  (Quelle: Reuters)

Mario Mandzukic vom FC Bayern wird zum Matchwinner gegen Juventus Turin. (Quelle: Reuters)

Der Traum vom Triple lebt weiter: Zunächst mit Kampf und dann mit spielerischer Dominanz hat der FC Bayern München zum dritten Mal seit 2010 letztlich souverän das Halbfinale der Champions League erreicht. Der kommende Deutsche Meister gewann das Viertelfinal-Rückspiel bei Juventus Turin mit 2:0 (0:0) und musste nach dem 2:0-Erfolg im ersten Spiel allenfalls eine Halbzeit lang bangen. (Einzelkritik: Bestnoten für Abwehr und Angriff)

Den Sieg sicherten Mario Mandzukic (64.) und Claudio Pizarro (90.+1). Doch der Kroate Mandzukic wird dem Finalisten von 2010 und 2012 im Halbfinal-Hinspiel wegen einer unberechtigten Gelben Karte fehlen. Der italienische Rekordmeister, der erstmals seit 1976 in einem K.o.-Duell an einer deutschen Mannschaft scheiterte, wartet nun seit 2003 auf einen Halbfinal-Einzug in der Königsklasse.

Neuer glänzend gegen Pirlo

"Wichtig war, dass wir die Anfangsphase überstanden haben. Die erste Viertelstunde waren wir nicht so gut, danach waren wir hellwach", sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm. "Alle haben gesehen, dass es nicht einfach war. Aber wir sind ruhig geblieben und haben das Tor gemacht. Aber der Weg ist noch nicht zu Ende", meinte Mandzukic. Manuel Neuer ergänzte: "Wir sind verdient weiter gekommen, darauf können wir stolz sein."

Juventus zeigte sich nach den markigen und teilweise taktlosen Ankündigungen im Vorfeld - Mirko Vucinic hatte von "Krieg" gesprochen - von Beginn an gewillt, das Wunder noch zu schaffen. Angetrieben von seinen fanatischen Fans versuchte Turin den um Ruhe bemühten Bayern mit großem Engagement und kompromisslosem Einsatz den Schneid abkaufen.

Den Bayern gelang es allerdings zumindest ganz gut, den italienischen Rekordchampion vom Tor fernzuhalten. Ausgerechnet Kapitän Lahm sorgte dann aber für höchste Not, als er Claudio Marchisio an der Strafraumgrenze foulte. Den fälligen Freistoß drosch Andrea Pirlo mit voller Wucht aufs Tor, doch Bayern-Keeper Manuel Neuer parierte glänzend (23.).

Alaba prüft Buffon

Vor allem auf der linken Seite bekamen die Gäste mehr und mehr Probleme. Heynckes rief nacheinander zunächst Außenverteidiger David Alaba für taktische Anweisungen an die Seitenlinie, dann den davor spielenden Franck Ribéry, dem er offenbar mit Nachdruck mehr Unterstützung für Alaba vorgab. Eigene Angriffe inszenierten die Bayern nur vereinzelt. Das lag nicht nur an der teilweise ruppigen Gangart der Turiner, sondern auch an zahlreichen ungenauen Abspielen, vor allem durch Bastian Schweinsteiger. Zudem musste Innenverteidiger Daniel van Buyten bereits in der 35. Minute vom Feld - nach einem Schlag von Vucinic klagte er über Kopfschmerzen.

Die erste nennenswerte Chance für die Bayern ließ bis zur 39. Minute auf sich warten: Einen Distanzschuss von Alaba parierte Gianluigi Buffon diesmal sicher. Nach der Pause wendete sich das Blatt.

Nach der Pause konzentrierter

Die Bayern wirkten nun konzentrierter, hatten besseren Zugriff und wären durch ihren bis dahin besten Konter beinahe in Führung gegangen: Nach Ablage von Mandzukic traf Arjen Robben aus 20 Metern aber nur den Pfosten (57.). Sieben Minuter später war es soweit: Nach einem Freistoß des immer stärker werdenden Schweinsteiger parierte Buffon noch gegen Javi Martinez, doch Mandzukic vollstreckte per Flugkopfball. Kurz vor Schluss legte Pizarro nach.

Damit sind die Bayern nur noch einen Schritt vom großen Finale in London entfernt und haben weiter die Chance auf drei Titel in dieser Saison. Mögliche Gegner in der Vorschlussrunde der Königsklasse sind Borussia Dortmund, Real Madrid oder der FC Barcelona. Die Auslosung für das Halbfinale erfolgt am Freitag.


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 (Quelle: abc)
 (Quelle: DFB)